Montag, 2. August 2010

Der Astronomische Rückblick #3

Mit ein wenig Verspätung, die dem Fehlen eines geeigneten Internetzugangs während der letzten Tage geschuldet war, möchte ich Euch nun den Astronomischen Rückblick für den Monat Juli präsentieren. Die dritte Ausgabe macht ihre Aufwartung mit Neuigkeiten aus Theorie und Praxis, zu großen Himmelskörpern wie auch nanometergroßen Strukturen.
 

Sterne, Sterne und nochmals Sterne
Eine mit mehreren Teleskopen beobachtete - nach kosmischen Maßstäben - sehr junge Staubscheibe, die den massereichen Stern IRAS 13481-6124 umgibt, lässt nach Angaben einer internationalen Forschergruppe der Europäischen Südsternwarte darauf schließen, dass die Sternentstehung, unabhängig von der Masse, den gleichen Gesetzmäßigkeiten folgt.

Drei mal schneller als unsere Sonne ist der derzeitig schnellste bekannte Stern der Milchstraße.
HE 0437-5439 ist die offizielle Katalognummer des massereichen blauen Riesen, der sich mit 2,5 Millionen Kilometern pro Stunde immer weiter vom Zentrum unserer Galaxie entfernt. Seine vermutete Entstehungsgeschichte ist mehr als ungewöhnlich zu nennen.

Eine interessante Theorie haben britische Physiker im Juli postuliert. Dieser Idee zufolge, könnte unsere Sonne über große Mengen Dunkler Materie in ihrem Kern verfügen, die sich dort über Äonen angereichert haben soll. Eine passende Idee für einen Nachweis haben die Forscher gleich mitgeliefert.

Exoplanet oder Komet?

HD 209458b lautet die Bezeichnung eines neu entdeckten Exoplaneten. Es handelt sich um einen Gasriesen, der seinen Stern so nah umkreist, dass der jupitergroße Himmelskörper enorm aufgeheizt wird und dabei scheinbar wie ein Komet einen eigenen Schweif aus Gas hinter sich herzieht.

Mal wieder ein Weltuntergang

Auch für die "Freunde" von Weltuntergangsszenarien hielt der vergangene Monat eine Neuigkeit parat. So berichtete eine Gruppe von Astronomen von einem Asteroiden, der einmal, mit ähnlich großer Wahrscheinlichkeit wie der Asteroid Apophis, für die Erde gefährlich werden könnte.

Winzig klein und doch sehr groß
Was lange vermutet wurde, konnte kürzlich nachgewiesen werden. Auch im Weltraum existieren sogenannte Fullerene. Das sind kugelförmige Moleküle, die von ihrer Erscheinung an das Aussehen eines klassischen Fußballs erinnern und aus Kohlenstoffatomen gebildet werden. Die nun entdeckten Buckminster-Fullerene sind die bislang größten im All aufgespürten Moleküle.

Natürlich werden auch dieses mal nicht annähernd alle interessanten und spektakulären Meldungen des vergangenen Monats aufgeführt. Der Astronomische Rückblick vermag nur einen Querschnitt zu präsentieren. Solltet Ihr dennoch der Meinung sein, dass in dieser Ausgabe noch unbedingt eine ganz wichtige Neuigkeit hineingehört, schreibt mir einfach Bescheid.

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