Dienstag, 20. April 2010

Erdähnliche Planeten in der Milchstraße häufiger als angenommen

Eine jüngst durchgeführte Analyse von Weißen Zwergen in unserer Galaxie - der Milchstraße - hält äußerst brisante Ergebnisse für die Astronomen in aller Welt parat. Denn offenbar kommen Gesteinsplaneten in der Milchstraße wesentlich häufiger vor als bisher angenommen.


Die Elementzusammensetzung der Weißen Zwerge - ein Hinweis auf Gesteinsreste
Eine Gruppe von Wissenschaftlern um den Astronomen Jay Farihi von der Universität von Leicester, haben im Rahmen der Himmelskatierung des SDSS(Sloan Digital Sky Survey)Infrarot-Spektren von Weißen Zwergen untersucht und diese mit ihren Positionen sowie Bewegungen kombiniert. Die Auswertung der Daten förderte Überraschendes zutage: Bei bis zu 20 Prozent der ehemaligen Sonnen können die nachgewiesenen schweren Elemente nicht - wie bisher immer gedacht - aus interstellaren Gaswolken stammen, sondern von Gesteinsbrocken und einstigen Planeten.

Woher Weiße Zwerge schwere Elemente beziehen
Rund 90 Prozent aller Sterne in der Milchstraße enden im Laufe der Zeit als Weiße Zwerge. Gewöhnlich bestehen sie fast ausschließlich aus leichten Elementen wie beispielsweise Wasserstoff. Daher gehen Astronomen davon aus, dass schwerere Elemente und Metalle von außen eingetragen werden. Hauptsächlich durch interstellare Gase, aber offenbar auch durch Reste terrestrischer Planeten.

Wasserhaltiges Material - ein Hinweis für erdähnliche Exoplaneten
Die Studie hält sogar ein noch brisanteres Ergebnis bereit: So sollen bei der Untersuchung eine größere Anzahl Weißer Zwerge entdeckt worden sein, die durch nennenswerte Mengen wasserhaltigen Materials verunreinigt wurden. Was wiederum heißt, dass die Wahrscheinlichkeit erdähnliche Planeten innerhalb der Milchstraße zu finden deutlich angewachsen ist.


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